Arbeitsagoge/-in HFP

Arbeitsagoge/-in HFP

Berufsbeschreibung
Behinderung, kriminelle Vorgeschichte, Migrationshintergrund oder psychische Probleme, es gibt zahlreiche Gründe, weshalb Arbeitslose Schwierigkeiten haben, sich erneut ins Berufsleben einzugliedern. Dann sind sie froh um die professionelle Hilfe der Arbeitsagogen und Arbeitsagoginnen. Diese erleichtern den Betroffenen den Zugang zur Arbeitswelt auf ganz unterschiedliche Weise. Beispielsweise begleiten und instruieren sie sie in einer bestimmten beruflichen Tätigkeit. Oder sie arbeiten in Gruppen von Leuten mit ähnlichen Integrationsproblemen.

Für Erwerbsunfähige oder Menschen mit Behinderung nimmt die Arbeit der Arbeitsagogen eher therapeutische Formen an. In Behindertenwerkstätten zum Beispiel können geistig oder körperlich beeinträchtigte Menschen dank entsprechender Einrichtung und durch die Betreuung der Arbeitsagogen ebenfalls einer Arbeit nachgehen. Je nach Problemstellung trainieren die Arbeitsagogen die Ausdauer oder Konzentration ihrer Klienten, fördern besondere Fähigkeiten und motivieren durch Lob. Ziel ist immer, den Betroffenen Selbständigkeit und ihr Selbstvertrauen zurückzugeben und sie optimal gerüstet in die Berufswelt zu entlassen.



Ausbildung Arbeitsagoge/-in HFP
Mindestens 2-jährige berufsbegleitende Weiterbildung in 5 Modulen.

Abschluss: "Dipl. Arbeitsagoge/-agogin".


Adressen

Firma / Schule Ort
Ekkharthof Lengwil-Oberhofen
Anforderung
Abgeschlossene, mindestens 3-jährige berufliche Grundbildung und 1 Jahr Berufspraxis. Oder Abschluss auf Sekundarstufe ll bzw. Berufsprüfung, höhere Fachprüfung, höhere Fachschule oder Fachhochschule mit mindestens 3 Jahren Berufspraxis.

Dazu kommen mindestens 4 Jahre arbeitsagogische Tätigkeit mit nicht weniger als 60% Beschäftigungsgrad, die erforderlichen Module oder gleichwertige Zertifikate sowie eine Diplomarbeit.

Entwicklungsmöglichkeiten
Es bestehen verschiedene Weiterbildungsangebote im Bereich der Integrationsberatung oder des Job Coachings, vom Berufsverband VAS sowie von Höheren Fachschulen und Fachhochschulen für Sozialarbeit.

Höhere Fachprüfungen:
Dipl. Sozialpädagoge/-pädagogin HF oder dipl. Aktivierungsfachmann/-frau HF.

Studiengänge:
BA oder BSc (FH) in Sozialer Arbeit, z.B. Schwerpunkt allgemeine Sozialarbeit, Sozialpädagogik oder soziokultureller Animation; BSc (FH) in Ergotherapie.

Nachdiplomstufe:
CAS in Job Coaching (Supported Employment), CAS in Case Management oder MAS in Arbeitsintegration.
Berufskunde Jobmedia
© Berufskunde-Verlag der Alfred Amacher AG, Bahnhofstrasse 28, CH-8153 Rümlang